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Viergelinderbrücke
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Viergelindenbrücke


Position

Steckbrief

  • 1850 in Rostock gebaut
  • 1852 eingeweiht
  • nur aus Holz gefertigt
  • überspannte Bahngleise welche vom Friedrich-Franz-Bahnhof zum Rostocker Stadthafen führten
  • 1944 durch einen Zug zerstört
  • 08. Mai 2003 Einweihung der neuen Brücke "Raumklammer"

Allgemeiner Überblick


Ohne Zweifel gehört die im Jahre 1944 zerstörte Viergelindenbrücke unverwechselbar zur optischen Erscheinung Rostocks. Diese Feststellung bezieht sich auf das Aussehen dieser Brücke, wie sie seit 1852 die Bahngleise vom Friedrich-Franz-Bahnhof zum Rostocker Stadthafen überspannte. Leider findet sich ein Hinweis auf das bemerkenswerte Bauwerk derzeit nur noch in der Straßenbezeichnung "An der Viergelindenbrücke".

Warum der Name "Viergelindenbrücke"?


Der ungewöhnliche und in seiner Bedeutung nicht sofort zu erschließende Name der Brücke geht zurück auf eine nahe gelegene Wassermühle mit vier Mahlgängen, sogenannten Grinden. Die Bezeichnung Viergrinden schliff sich zu Vierglinden und schließlich Viergelinden ab. In dieser Form übertrug sich die Bezeichnung dann auch auf die Brücke. Eine neue Lage auch für den Bereich der Viergelindenbrücke entstand um die Mitte des 19.Jahrhunderts mit der Trockenlegung der Grube und der Fertigstellung des Friedrich-Franz-Bahnhofes im Jahre 1850. Auf dem Terrain der mittlerweile trockengelegten Grube wurde dann in der ab 1856 so bezeichneten Grubenstraße ein Gleis zum Hafen verlegt, dem logischerweise die bisherige Brücke weichen mußte. Somit ergab sich die Notwendigkeit, zur Querung der Bahnverbindung eine neue Brücke zu errichten.

Das Ende der Brücke


Selbstverständlich wurde die Brücke immer wieder modernisiert, beispielsweise 1909 durch die Elektrifizierung der Aufzugvorrichtung. Doch ihr Ende nahte am späten Abend des 7. Dezember 1944. Schuld waren nicht Bomben oder andere Kriegseinwirkungen, wie das Datum nahelegen könnte und wie fälschlich gelegentlich zu lesen war. Ein in Richtung Hafen fahrender Güterzug beschädigte die aus unbekannten Gründen nicht geöffnete Zugbrücke so schwer, daß ein Wiederaufbau unter den gegebenen Umständen von Kriegsende und Nachkriegswirren nicht in Frage kam.

Der Wiederaufbau - Raumklammer


Am 8. Mai 2003, wurde es – nicht sie, denn es handelt sich um das Kunstwerk „Raumklammer“ und nicht um die Viergelindenbrücke – eingeweiht. Die Annahme bestätigte sich, dass an diesem Mittag viel Lobendes, auch Eigen-Lobendes zu hören war: über Gelungenes, künstlerisch Einmaliges, Modernes und so weiter und so fort.
Quellenangaben
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