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Steintor
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Steintor
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Steintor / Ständehaus

Steintor


Position

Steckbrief

  • um 1279 erstmals erbaut
  • im Mittelalter Haupttor Rostocks
  • 1566 von Johann Albrecht I. zerstört
  • 1574 - 1577 Wiederaufbau im Stil niederländischer Renaissance
  • 1942 durch Bombardement der Alliierten teilweise zerstört
  • 1950 - 1954 umfangreiche Restaurierung
  • 2005 fehlende Verbindung symolisch durch nachts grün-leuchtende Stelen wiederhergestellt

Das erste Tor


Kurz nach dem Bau um 1279 löste das Steintor das weiter östlich gelegene Kuhtor als Hauptportal der Stadt ab, was das Mittelalter über so blieb. Es wurde im Zuge der Errichtung einer Befestigung der Stadt Rostock mit Mauern, Türmen und Toren gebaut, nachdem sich die drei ursprünglichen Stadtkerne 1265 vereinten. Durch das Steintor führt bis heute die Steinstraße driekt auf den Neuen Markt, das Zentrum der Stadt. Die Fürsten konnten so ohne Umwege auf einer für sie geplasterten (steinernen) Straße in die Stadt einreiten. In der ursprünglichen Form von 1279 stand das Tor nur knapp 300 Jahre.Beu Auseinandersetznugen Rostocks mit Schwerin 1565 ging unter anderem u die Einführung der Bieratkie zugunsten der Rostock verweigerte den formalen Huldigungseid an Johann Albrecht I., worauf dieser 1566 mit 500 Reitern durch das Steintor in die Stadt zog und ließ das Steintor, dessen Vortor, und einige andere Gebäude schleifen. Erst der Erbvertrag von 1973, indem sich Rostock an die Landesfürsten band, beendete den Konflikt.

Das zweite Tor


Die Bürger erkauften sich das Recht die Festung zu schleifen und taten dies im folgenden Frühjahr. Von 1574 bis 1577 erfolgte der teure Wiederaufbau der Stadtmauer und des Steintors,im Stil der niederländischen Renaissance. Das Tor entstand unter der Leitung von Antonius Wahrholt.
Die damalige Darstellung des Tores ist auf der Vicke- Schorler- Rolle zu sehen. Die Ädikula über dem Tordurchgang geht dort über die ganze breite des Tores. Die Inschriften unter dem Wappen unterscheiden sich nicht wesentlich. Beide beziehen auf den Konflikt mit dem Herzog. Beim alten Tor lautete die Inschrift: 'Dominus confortet seras portarum et benedicat / filiis tuis.' 'Intra te concordia, publica felicitas perpetua.' (Der Herr stärke der Tore Riegel und segne deine Kinder in dir. Es herrsche in dir Eintracht und dauerhaftes öffentliches Wohlergehen). In der heutigen Fassung lautet die Inschrift des Tors einfach: 'Sit intra te concordia et publica felicitas' (In deinen Mauern herrsche Eintracht und öffentliches Wohlergehen).
Früher besatand das Dach im Gegensatz zu heute aus Schindeln anstatt aus Schiefer.Eine umfangreiche Restaurierung des Gebäudes war erst nach den Zerstörungen durch das Bombardement der Alliierten 1942 notwendig. Sie erfolgte von 1950-1954 durch den Baumeister Grützmacher. 2005 wurde die fehlende Verbindung zur Stadtmauer symbolisch durch zwölf, nachts grün-leuchtende Stelen an der Ostseite wiederhergestellt.
Quellenangaben
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